Fotohistorie: Von der Daguerreotypie bis zum digitalen Medium

Schon im Mittelalter gab es mit der berühmten Camera obscura eine Art Fotoapparat, bei dem allerdings mittels Lichtstrahlen, Guckloch und einer Fläche für seitenverkehrte Projekten Objekte vor allem aus dem Weltall sehr genau abgezeichnet werden konnten. Als dann im 16. Jahrhundert die Linse neu entwickelt wurde, gab es bald richtig scharfe Bilder und später kamen Erfindungen wie der Ablinkspiegel, das Panorama oder auch das Diorama auf, die ersten chemischen Versuche mit Lichtempfindlichkeit und Mitteln zum Fixieren wurden durchgeführt.

Das 19. Jahrhundert

In den ersten Jahrzehnten kam es zu für die Fotografie entscheidenden Fortschritten. Verfahren wie die Heliografie und der Einsatz von Quecksilber, Salzlösungen führten zu Unikaten auf der damals üblichen Kupferplatte. Schnell setzte sich hier die Bezeichnung „Daguerreotypie“ durch, das im übrigen auch heute noch in bestimmten Druckverfahren der Kunst verwendet wird. Auch Chlorsilberpapier kam zum Einsatz und bald füllten die neuen Fotos Zeitungen und Magazine, stets begleitet von Euphorie und gleichzeitiger Skepsis, schließlich standen die gerasterten Bilder von Anfang im Verdacht, die Wirklichkeit nicht zu erschaffen, sondern lediglich unspektakulär festzuhalten!

Vom Unikat zur Digitalfotografie

Die ersten Verfahren der Fotografie brachten stets ein einziges Bild hervor, das änderte sich mit dem Negativ-Positiv Vervielfältigen und zunächst waren die Bilder meistens so groß wie der fotografierende Apparat. Den massentauglichen Durchbruch gab es deshalb erst mit dem Rollfilm und der in den 1920ern Jahren eingeführten Kamera für Kleinbild. Das flexible und innovative Fotografieren war jetzt bald kein Problem mehr. Man brauchte jedoch noch Geräte für das Vergößern und auch die Qualität dieser ersten mobil geschossenen Fotos ließ natürlich zu wünschen übrig.

Der Widerstreit zwischen analogem und digitalem Fotografieren kennzeichnete das Ende des 20. Jahrhunderts. Digitalfotografie bedeutete die Speicherung von Daten, ähnlich wie beim Video. Das bezieht sich aber auf die Information der Bilder, mittels Chips lasse sich analoge Infos kopieren und aufbewahren, was heute für jeden Smartphone User normal geworden ist. Speicherkarten und überhaupt Kapazitäten sind heute wichtiger denn je, zumal es jede Menge Software gibt, um die Schnappschüsse später umfangreich zu bearbeiten.